Was bitte ist Bokeh?

Die Welt ist bunt

Lotta stellte am Sonntag die Aufgabe, Bilder mit Bokeh zu fotografieren. Aber was bitte, ist Bokeh? Als ich das gelesen habe, hab ich Tante Google gefragt, was sie darüber weiß. Ich habe einiges gefunden. Das Wort stammt aus dem japanischen und bedeutet unscharf, verschwommen. Auf dieser Seite hier: Digitipps, steht noch so viele mehr. Tipps, wie man Bokeh am besten fotografiert. Ich war erstaunt, denn es ist die Art, in der ich meine Bilder selber gerne fotografiere. 


Ich mag es, wenn der Hintergrund verschwimmt und das Objekt im Vordergrund deutlich zu sehen ist. Es gibt noch mehr solcher Spielereien. Auf diesen Seiten im Netz gibt es ganz fantastische Bilder, die komplett "verschwommen" sind. Es ist eine Geschmackssache. Manch Einer, würde diese Bilder vielleicht sogar löschen, weil er sie als misslungen ansieht. 


Manch ein Fotograf benutzt ein teures Objektiv. Aber die sind manchmal gar nicht notwendig. Mach die Blende hübsch weit auf und ziele auf das Objekt, das du fotografieren willst... Also wenn das so einfach ist, warum machen denn nicht Viele mehr solche Bilder? 


Weil es nicht jedem gefällt! Jeder Fotograf, hat so seine eigenen Vorstellungen, wie ein gutes Bild auszusehen hat. Eine Fotografin, die ich kenne, macht auch immer wieder Bilder, die einen hübsch verschwommen Hintergrund haben. 


Meine Bilder, habe ich übrigens in dem Garten meiner besten Freundin gemacht. Erst letztes Jahr, haben sie dieses Fleckchen übernommen und inzwischen eine natürliche Schönheit gezaubert. Dort summt und brummt es an jeder Ecke. 


Wenn ich meine Kamera dabei habe, lasse ich sogar meinen Kaffee kalt werden. Denn in jeder Nische ist etwas, das ich fotografieren möchte. (Kalter Kaffee, schmeckt übrigens trotzdem noch, vor allem, wenn es ein so warmer Tag ist...) Kannst du dir vorstellen, wie das dort duftet? Die Sonne wärmt den umgegrabenen Boden auf und die Blüten ringsum verströmen einen honigsüßen Duft. Der Teich hat einen ganz eigenen Geruch und die Holzbank, auf der wir sitzen, riecht noch nach Wald. Ich kann davon nicht genug bekommen. 


Da bekomme ich glatt Lust, direkt wieder in diesen Garten zu fahren...

Samstagsplausch {20.17}


So, endlich. Endlich darf ich zu meinem ersten "Laufwettkampf". Obwohl mir schon ein wenig flau ist, wegen der vielen Frauen, die beim Avonlauf im Berliner Tiergarten für einen guten Zweck einige Runden durch den Park laufen. Ich bin noch nie mit so vielen Menschen durch einen Wald gerannt. Eigentlich, mag ich es lieber, wenn ich alleine meine Runden drehe. Heute Abend um 18 Uhr, starten Marion (leider läuft sie doch nicht!), meine Schwester,  noch zwei weitere Freundinnen und ich. Mein pinkes Laufshirt habe ich mir schon am Donnerstag abgeholt. PINK! Und ich? Na, wenn das mal gut geht. Als ich am Donnerstag früh beim Karstadt ankam, wickelte sich schon die Mitläuferinnen einmal um den Laden. Und da ist eine menge Platz. Toll, dachte ich noch, dass wird dauern. Aber nix da. Nach 10 Minuten stand ich mit meiner Startnummer wieder vor der Tür, und habe da,  auf Marion gewartet. Ein Kaffee nach so viel Stress muss drin sein. Bei 30 Grad im Schatten, schmeckt der dann auch. Schade, dass ich danach arbeiten musste. 
Am Montag, wollte ich zu einer Fortbildung in unserem Betrieb fahren. Da ging aber nichts. Ich war mit dem Auto unterwegs und hatte den Vormittag keine Nachrichten gehört. Ein schwerer Unfall auf unserer Stadtautobahn, hat den kompletten Verkehr in der Innenstadt lahm gelegt. Und alles nur, weil ein LKW einen Styroporklotz verloren hat, der aussah, wie aus Beton gemacht! Die Fortbildung fiel dann für mich aus. So konnte ich das Geburtstagsgeschenk für meine Schwiegermutter fertig nähen. Sie hat sich am Dienstag auch riesig darüber gefreut. Am Mittwoch, habe ich die Eltern in ihrem Garten besucht. Wurde auch mal Zeit, mein Erdbeerbeet brauchte mal Luft. Ich habe Unkraut gezupft. 
Jetzt sitze ich hier und warte bis der Kerl wach wird, trinke dazu meinen Kaffee. Ich weiß noch nicht wie ich zu unserem Treffpunkt komme. Aber, das findet sich schon. Und was machst du so? Vielleicht sehe ich dich ja auch Laufen, oder am Rand uns anfeuern.... 





Blumenfreitag und eine Stadtgeschichte

Blumen auf meinem Eßtisch


Diesmal, zeige ich dir einen Strauß den ich von einer Freundin bekam. Ein Strauß aus Ranunkeln, die eine wirklich besondere Färbung haben, Pfingstrosen und Gründings drumherum.


Sie stehen auf meinem Eßtisch und wetteifern mit der Sonne. Nein, sie sind nicht gelb, aber sie trahlen solche Sommerlichkeit aus. Mir gefallen die Schönen. Und sie haben eine Geschichte.

Stadtgeschichten

Oder, wie die Blümchen auf meinen Tisch kamen


Ich habe da eine Freundin, mit der ich mich ab und an zum Stricken treffe. Oft geht das sehr spontan. dann wird schnell mal eine Nachricht bei Whatsapp geschrieben, ob die Andere Zeit hat. Ein Treffpunkt wird meistens auch schnell gefunden und zack, sitzen wir Zwei beim Stricken. Vor einiger Zeit klingelte mein Telefon. Schon ziemlich spät. Ich war etwas fertig mit der Welt, ausgefroren oder was auch immer. Jedenfalls hatte ich ein Bad genommen und saß eingemummelt in meinem Bademantel und Schlafanzug auf dem Sofa. Am anderen Ende war eben diese Freundin und erzählte mir, dass sie wirklich in der Klemme sitzt. Sie war tanken und ihre Bankkarte funktionierte nicht. Sie konnte die Rechnung nicht bezahlen. Wenn sie sich nicht irgendwie auslösen kann, dann würde sie eine Anzeige bekommen, für Diebstahl! Ich ließ mich erweichen und löste sie aus. Sie konnte aufatmen. Ein paar Tage später, gab sie mir das Geld zurück und alles war gut.


Das nächste Mal trafen wir uns in einem kleinen Café. Wir quasselten eine Weile, tauschten uns über unsere Stricksachen aus und genossen ein kleines Frühstück. Als sie bezahlte, stellte sie überrascht fest, dass ihre Börse diesmal im Auto liegen geblieben war. Nur gut, es stand gerade gegenüber, so konnte sie sich selber auslösen.


Einige Zeit später, holte sie mich zum Stricken ab. Wir wollten eine unserer Wolldealerinnen besuchen und mal hören, was sie so alles auf der englischen Insel erlebt hatte. Spannend war es, was die Gute uns erzählt hat. Und tolle Wollen hat sie aus England mitgebracht. Die Freundin sah sich dann noch ein wenig in dem Laden um und fand einen schönen Wollstrang, den sie mitnehmen wollte. Sie kramte in ihrer Tasche und fand... nichts! Ihr Portmonnaie lag gemütlich zu Hause. Sie ließ den Strang zurücklegen. Aber wir wollten doch eigentlich noch einen Tee oder Kaffee trinken gehen. Ach was soll's, ich lud sie ein.


Dann am Freitag, hatte ich einfach Lust endlich mal zu Ikea zu fahren und die Kommode zu kaufen, die Ordnung für meinen Schrank versprach. Ich rief meine Freundin an, ob sie kurzfristig Lust hätte mitzukommen. Klar, wenn es zu Ikea geht... Wusstest du, dass dir dort inzwischen einen super Kaffee- und Kuchenstand haben? Die Torten sahen echt lecker aus. Wir wollten uns einen Kaffee gönnen. "Ich lade dich ein. Ich bin dir noch etwas schuldig!", sagte sie. Nach einem Blick in ihre Tasche, sah sie mich mit großen Augen an. "Ich habe mein Geld im Auto!" Ich konnte fast nicht mehr, musste echt lachen. Es hat System (grins). Ich bezahlte das Bestellte und sie ging los, um ihr Geld zu holen.


Am Nachmittag rief sie mich an. "Bist du noch zu Hause?" Sie kam innerhalb von 2 Minuten bei mir an und drückte mir eben diese schönen Blumen in die Hand. Als Dankeschön. 

Mehr Freitagsblumen bei Holunderblütchen

Liebe dich selbst! Nachgedacht...

Ich lese gerade ein Buch, das mich bisher nicht wirklich überzeugt hat. Jegliche Erklärungen fand ich eher überflüssig. Aber am Ende kam ich an ein Kapitel, das mich dann doch , wie eine Breitseite erwischt hat.

LIEBE DICH SELBST



Hast du mal darüber nachgedacht, warum du allem hinterherhetzt? Warum du allen gefallen willst? Es jedem recht machen möchtest? Ich nicht. Ich habe niemals  darüber nachgedacht. Manchmal kam mir in den Sinn, dass ich nicht jedem gefallen kann. Nicht mit jedem Gutfreund sein kann oder auch möchte. Aber warum das so ist, habe ich in meinem Fragenkatalog nicht gefunden. Dieses Buch, über das ich demnächst sicherlich eine Rezension schreiben werde, und das du dann in meinem Lesezimmer nachlesen kannst, hat mich mit der Nase darauf gestoßen. Ich kann nicht jedem gefallen! Ich muss nur mir selber gefallen. Mich selber lieb haben. So wie ich bin. Eben nicht immer in dem hübschen Sommerkleid, das mir noch vor 5 Jahren gepasst hat, weil die Hormone eben beschlossen haben das meine Figur eher einem Baumstamm ähneln, als einer Gazelle. Mich dafür zu lieben, dass ich keine ordentliche Hausfrau bin und eher darauf zu vertrauen, dass der Kerl mit dem ich mein Leben teile, auch mal das Klo putzt. Und vor allem, mich einfach mal wieder selber wahr zu nehmen und einfach im Park auf der Wiese zu sitzen und Löcher in die Luft zu gucken, den Vögeln beim zwitschern zuzuhören und ein Lied zu summen. (Wenn ich es ganz darauf anlege, vielleicht auch einfach ein Rad auf der Wiese zu schlagen und  mich tot zu lachen, dass ich es  gar nicht mehr kann.) Genau das ist es, dass mich vielleicht auch gerade am Bloggen hindert. Dass ich mir selber nicht mehr genüge und ich mich selber nicht mehr so leiden mag. Weil ich durch meine Welt hektiker, eine lange Liste der "Unerledigten Arbeiten" habe und vergesse zu leben und zu genießen. Geht es dir nicht auch so? Bist du nicht auch ständig auf der Flucht? Nimmst du dir echte Zeit für dich? Denke mal darüber nach. Wann hast du dir mal Zeit genommen, dir selber auf die Schulter zu klopfen und dich dafür zu loben, dass es dich gibt und was du für ein toller Mensch bist? 
Ich nehme mir jetzt die Zeit. Ich setze mich genau jetzt in den Park und fange an zu genießen. 

Ein Monet, aus der Ausstellung im Barberini in Potsdam

Ich habe noch nie bei Frollein Pfau mitgemacht, aber ich glaube dieser Post passt zu MMI (Mittwochs mag ich). Und weil es zur Liebe passt, auch verlinkt bei Le monde de Kitchie